Konfliktklärung — Neurodiverse Teams
Wenn es im Team knirscht, liegt es selten an einer einzelnen Person.
Konfliktklärung für neurodiverse Teams und ihre Führungskräfte. Wir schauen auf die Reibung zwischen Arbeitsweisen, bevor aus ihr ein Personalthema wird.
Viele Konflikte in Teams sind Übersetzungsfehler zwischen Arbeitsweisen.
Worum es geht
Warum dieselben Konflikte immer wiederkommen
In jedem Team treffen unterschiedliche Arten aufeinander, zu denken, zu kommunizieren und Energie einzuteilen. Solange niemand diese Unterschiede ausspricht, werden sie als Haltung gelesen. Die Kollegin, die im Meeting nichts sagt, gilt als desinteressiert. Der Kollege, der Feedback ungeschönt formuliert, als respektlos. Und die Führungskraft, die Absprachen nur mündlich trifft, wundert sich, warum sie nicht halten.
Die Forschung hat dafür einen Namen: das Double Empathy Problem. Missverständnisse zwischen unterschiedlich funktionierenden Gehirnen entstehen auf beiden Seiten und nicht durch ein Defizit der einen. Für Konflikte im Team heißt das: Wer die Klärung bei der Person ansetzt, die am meisten auffällt, verschiebt das Problem nur. Meistens trifft es dann die, die am wenigsten maskiert.
Milton, D. (2012). On the ontological status of autism: the „double empathy problem“. Disability & Society, 27(6).
Deshalb
Erst klären wir, welche Arbeitsweisen hier aufeinandertreffen und welche Strukturen das zum Problem machen. Dann reden wir über Verhalten.
Wie ich arbeite
Klärung, die für unterschiedliche Köpfe gebaut ist
Muster vor Personen
Ich schaue zuerst auf Arbeitsweisen, Abläufe und ungeschriebene Regeln. Verhalten wird verhandelbar, wenn klar ist, worauf es reagiert.
Die Klärung selbst ist neuroinklusiv
Agenda und Fragen vorab, schriftliche Beiträge statt Spontan-Statements, feste Pausen, mehrere Kanäle, um sich einzubringen. Niemand muss unter Druck in Echtzeit die richtigen Worte finden.
Keine Diagnose, keine Offenlegung
Es geht um Bedürfnisse und Bedingungen, nicht um Etiketten. Wer etwas über sich teilen möchte, entscheidet das selbst und zu keinem Zeitpunkt jemand anderes.
Vereinbarungen statt Versöhnungsfoto
Am Ende stehen konkrete Absprachen, die im Alltag halten. Auf Wunsch dazu Empfehlungen für Führung und HR, damit derselbe Konflikt nicht im nächsten Quartal mit anderen Namen wiederkommt.
Formate
Einzeln oder im Team
Einzeln
Konflikt-Coaching
Für neurodivergente Menschen, die immer wieder an denselben Stellen anecken und herausfinden wollen, was davon an ihnen, an der Rolle oder am System liegt. Mit einer Strategie für das nächste schwierige Gespräch.
Einzeln
Sparring für Führungskräfte
Für Führungskräfte, in deren Team es kracht und die sortieren wollen, wo die Struktur das Problem ist und wo ein Gespräch fällig ist. Vertraulich und gern bevor das Team davon erfährt.
Im Team
Konfliktklärung im Team
Moderierte Klärung eines akuten Konflikts, mit Einzelgesprächen vorab und einem Prozess, der unterschiedliche Kommunikationsweisen von Anfang an einplant. Das Ergebnis sind Vereinbarungen, die alle mittragen können.
Im Team
Arbeitsweisen-Workshop
Bevor es knallt: Das Team macht sichtbar, wie jede*r am besten arbeitet, kommuniziert und Feedback braucht, und übersetzt das in gemeinsame Spielregeln.
Und wenn sich in der Klärung zeigt, dass das Thema größer ist als ein Team: Mit Unmasking Potential verankern wir Neuroinklusion strategisch in eurer Organisation, mit Audit, Strategie und Workshops.
Über mich
Ich bin Luisa Liesenberg.
Seit über zwölf Jahren begleite ich Teams, Führungskräfte und Organisationen durch Wachstum und Veränderung, als strategische Beraterin, transformative Coach und New Work Facilitator. Meine eigene ADHS-Diagnose hat meinen Blick darauf verschoben, woran Zusammenarbeit tatsächlich scheitert.
Konflikte in neurodiversen Teams lese ich deshalb als Hinweis darauf, wo eine Organisation noch für einen einzigen Gehirntyp gebaut ist. Genau dort setze ich an.
Häufige Fragen
Bevor du fragst
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Nein. Neurodiversität beschreibt die Unterschiedlichkeit aller Gehirne, also jedes Teams. Ob einzelne Menschen diagnostiziert sind oder es sein könnten, spielt für die Klärung keine Rolle und wird nicht abgefragt.
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Das müsst ihr vorher nicht wissen. Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, ob der Blick auf Arbeitsweisen weiterhilft oder ob ein anderes Format besser passt. Wenn Letzteres, sage ich das auch.
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Beides. In Berlin gern vor Ort, sonst online. Auf Deutsch und auf Englisch.
Kontakt
Lass uns darüber sprechen, was bei euch gerade knirscht.
Im Erstgespräch klären wir, was los ist und ob eines meiner Formate passt. Wenn du mir lieber erst schreiben möchtest, geht das genauso.